Oszillatorsynchronisation

 

Die Oszillatorsynchronisation ist das Angleichen der Frequenz eines spannungsgesteuerten Oszillators („Slave“) an die Frequenz eines anderen spannungsgesteuerten Oszillators („Master“). Dazu wird der Ausgang des Master – Oszillators mit dem Synchronisationseingang des Slave – Oszillators verbunden. Hierbei gibt es zwei verschiedene Synchronisationsarten: Hard – Sync und Soft – Sync.

 

Hard – Sync: Sobald beim Master – Oszillator ein neuer Kurvendurchlauf beginnt, wird beim Slave – Oszillator ebenfalls die Wellenform neu gestartet, wodurch beide Frequenzen die gleiche Periodendauer erhalten.Ist die Frequenz des Master – Oszillators größer als die des Slave – Oszillators (fM>fS), wird diese nur auf die des Masters hochgezogen. Im umgekehrten Fall (fM<fS) wird die Frequenz des Slave – Oszillators auf die des Masters abgesenkt. Dabei ändert sich jedoch die Wellenform des Slaves und es entstehen harmonische Seitenbänder. Hört man sich nun das Signal des Slave – Oszillators an, erkennt man die Frequenz des Master – Oszillators als Grundton und die Frequenz des Slave – Oszillators als sehr dominanten Oberton. Da man die Frequenz des Slave – Oszillators noch zusätzlich verändern kann, hat man quasi einen beliebig stimmbaren Oberton des Master – Oszillators.

 

Soft – Sync: Hierbei findet im Gegensatz zur Hard – Sync keine Änderung der Wellenform statt. Der Master – Oszillator sorgt lediglich dafür, dass die Wellenform des Slave – Oszillators ihren Umkehrpunkt früher durchläuft. Dies geschieht indem die Frequenz fS des Slave – Oszillators in der Art und Weise „hochgezogen“ wird, dass sie ein ganzzahliges Vielfaches der Frequenz fM des Master – Oszillators ist.

Mit der Soft – Sync kann man keine Klangänderungen bewirken. Sie eignet sich eher dazu zwei oder mehrere spannungsgesteuerte Oszillatoren in bestimmten Frequenzverhältnissen zueinander zu stimmen.

Diese Art der Soft – Sync erhält man allerdings nur bei Analogen Synthesizern die mit den Curtis IC´s CEM 3340 und 3345 arbeiten ( zum Beispiel Moog System 55 und High – End – VCO des Systems A – 100 von Doepfer). Bei anderen bedeutet Soft – Sync lediglich eine Hard – Sync, die erst ab einen bestimmten Schwellenwert wirkt.

 

Klangbeispiele :Track  9 – Hard – Sync

                            Track 10 – Soft - Sync

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