Andere

 

Natürlich bieten Analoge Synthesizer noch mehr Baugruppen zur Klanggestaltung. Der Ringmodulator bildet die Summe und die Differenz der an den zwei Eingängen anliegenden Signale. Gibt man zum Beispiel in Eingang X ein Signal mit einer Frequenz von 700 Hz und in Eingang Y eines mit 200 Hz, erhält man am Ausgang die Frequenzen 500 Hz und 900 Hz. Dieses Klanggemisch klingt sehr unharmonisch und eignet sich besonders zur Erzeugung von perkussiven und glockenähnlichen Klängen. Die Ringmodulation wird bei manchen Synthesizern auch als Cross – Modulation bezeichnet.

 

Ein Rauschgenerator erzeugt meistens weißes Rauschen, welches das gesamte Frequenzspektrum enthält, und farbiges Rauschen. Beim farbigen Rauschen hat man die Möglichkeit den Rot – Anteil,welcher für die tiefen Frequenzen steht, und den Blau – Anteil, der die hohen Frequenzen repräsentiert, getrennt einzustellen.

 

Einige Analoge Synthesizer verfügen über einen sogenannten External Input / Envelope Follower (zu deutsch: Externer Eingang / Hüllkurvenfolger). Diese Baugruppe dient wie der Name schon sagt zur Einbindung Externer Audio – Signale in den Synthesizer, um diese dann zum Beispiel mit Filter und Ringmodulator zu bearbeiten. Zuerst wird das Audio – Signal mit einem Vorverstärker an den Arbeitspegel des jeweiligen Synthesizers angepasst. Gleichzeitig analysiert der Hüllkurvenfolger den Lautstärkenverlauf des anliegenden Audio – Signals und wandelt diesen in eine Steuerspannung um, die man separat abgreifen kann.

 

Die Sample and Hold – ( zu deutsch: Abtast – und Halte -) Schaltung dient zur Erzeugung treppenförmiger Steuerspannungen. Diese Schaltung verfügt über einen Trigger – Eingang, einen Sample – Eingang und über eine Ausgang an dem das abgetastete Signal anliegt. Am Trigger – Eingang liegt das Trigger – Signal an, welches den Abtastvorgang des am Sample – Eingang anliegenden Signals auslöst. Zum Beispiel: Am Sample – Eingang liegt eine Zufallsspannung an. Am Trigger – Eingang wird jede halbe Sekunde ein Trigger – Signal zugeführt. Sobald das Trigger – Signal anliegt wird die Zufallsspannung abgetastet. Die Amplitude der Zufallsspannung im Moment des Trigger – Signals wird nun zwischengespeichert und steht solange am Ausgang zur Verfügung bis ein erneutes Trigger – Signal ausgelöst und dadurch ein neuer Wert in den Zwischenspeicher geschrieben wird.

 

Der Waveshaper dient zur Modifikation von Wellenformen. Dazu wird das Eingangssignal in 3 Komponenten aufgeteilt: Original – Signal, positiver Anteil, negativer Anteil. Beim positiven und negativen Signalanteil kann man nun einen Clipping – Level einstellen, das heißt man kann die Schwelle bestimmen ab welcher das Signal abgeschnitten und begradigt wird. Am Ausgang werden diese drei Signale zusammengemischt. Dadurch werden völlig neue Wellenformen erzeugt.

 

Eine weitere, wichtige Baugruppe ist das Midi to CV Interface. Es dient dazu Midi – Daten in Steuerspannungen umzuwandeln, damit man den Synthesizer mit einem Midi – Sequenzer oder einem Midi – Keyboard ansteuern kann.Sobald ein Note – On Befehl eintrifft wird daraus eine Steuerspannung erzeugt die für die Tonhöhe steht. Gleichzeitig wird die Gate – Spannung solange eingeschaltet, bis ein Note – Off Befehl eintrifft. Ein Midi to CV Interface kann sowohl Notendaten als auch Controller – Daten verarbeiten.

 

Dann gibt es noch andere Baugruppen wie zum Beispiel Mischer für Audiosignale und Steuerspannungen, Audio – Divider, der einen Ton durch einen ganzzahligen Faktor teilt und somit Sub – Oktaven erzeugt und Analogsequenzer, dessen Funktion später noch erklärt wird.

 

Klangbeispiele : Track 5 – Ringmodulation

                             Track 6 – Rauschgenerator

                             Track 7 – Sample and Hold

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